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LGBT-Parties in Sachsen-Anhalt

Queeres Nachtleben in Sachsen-Anhalt konzentriert sich auf die beiden großen Städte Halle und Magdeburg – kleinere Orte haben selten eigene Bars, dafür aber regelmäßige Partyreihen. In Halle ist der Queer Club im Trägerverein BBZ „lebensart“ ein fester Anlaufpunkt für die Community ab 18 Jahren; wer tanzen will, findet bei Partyreihen wie Kombüse Lübe in wechselnden Locations Anschluss.

Mehr feste Adressen bietet Magdeburg. Die bekannteste queere Partyreihe der Stadt ist Boys'n'Beats, die regelmäßig ein gemischtes Publikum aus Magdeburg und dem Umland anlockt. Für einen ruhigeren Abend eignen sich Cafés wie Café Flair oder die Cocktailbar One in der Innenstadt, beide gelten als LGBTQ-freundlich und werden von der lokalen Szene als Treffpunkt genutzt. Auch das Kulturzentrum Feuerwache ist Schauplatz queerer Veranstaltungen, von Konzerten bis zu thematischen Partys.

Außerhalb der beiden großen Städte findet queeres Nachtleben eher über Vereine und Verbände statt als über feste Locations. In mehreren Städten organisiert die LSVD-Landesgruppe Sachsen-Anhalt regelmäßige Treffen und informelle Stammtische, oft in Cafés oder Gemeinderäumen, die tagsüber anders genutzt werden. Erklären lässt sich diese Struktur aus der Bevölkerungsdichte des Landes: In einem Flächenland mit vielen kleinen Städten lohnt sich eine feste queere Bar wirtschaftlich kaum, während mobile Partyreihen und Vereinstreffen flexibler auf die verstreute Community reagieren können.

Für Besucher*innen heißt das: Wer in Sachsen-Anhalt queer feiern will, plant am besten um Halle oder Magdeburg herum – und hält in kleineren Städten Ausschau nach Vereinsangeboten statt nach Bars.