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Garderobenmarke, Handy und Bargeld sicher durch die Nacht bringen: Was wirklich mit muss, wie du dein Smartphone absicherst und was bei Verlust zu tun ist.
Ein verschwundenes Handy kann eine richtig gute Nacht in wenigen Sekunden ruinieren. Wer beim Tanzen, an der Bar oder auf dem Heimweg ein paar einfache Regeln beachtet, muss sich um Jacke, Schlüssel und Smartphone kaum noch Gedanken machen. Hier kommt das Wichtigste, damit du dich auf die Musik konzentrieren kannst statt auf deine Hosentasche.
Vorher entscheiden: Was muss überhaupt mit?
Je weniger du dabeihast, desto weniger kann verloren gehen. Für eine Partynacht reicht in der Regel ein kleiner Grundstock, der an den Körper passt und nicht in einer offenen Tasche herumschwimmt.
- Ausweis – Führerschein oder Personalausweis, falls am Einlass kontrolliert wird
- Bargeld und eine einzelne Karte, nicht das ganze Portemonnaie
- Handy mit vollem Akku – idealerweise mit kleiner Powerbank, wenn die Nacht lang wird
- Schlüssel, am besten getrennt von Geld und Ausweis verstaut
Kondome, Ohrstöpsel oder Kaugummi passen problemlos dazu. Das fette Schlüsselbund, drei Bankkarten und der Reisepass bleiben dagegen besser zu Hause. Wer mit dem Auto oder dem Zug zur Party reist, findet im Beitrag zu Anreise und Übernachtung für Party-Weekends Tipps, wie du Gepäck und Unterkunft so planst, dass du abends mit leichten Taschen unterwegs bist.
Die Garderobe richtig nutzen
Eine bewachte Garderobe ist deine beste Versicherung gegen verlorene Jacken. Gib alles ab, was du auf der Tanzfläche nicht brauchst, und behalte nur den kleinen Grundstock am Körper. Zwei Punkte machen den Unterschied zwischen entspannter Nacht und Suchaktion um vier Uhr morgens.
Steck die Garderobenmarke niemals lose in die Hosentasche – beim Tanzen rutscht sie schnell heraus. Eine verschließbare Innentasche, eine kleine Bauchtasche oder ein zugeknöpftes Hemd halten sie sicher. Fotografiere die Nummer der Marke mit dem Handy. Geht der Chip verloren, kannst du die Garderobe wenigstens beschreiben, was die Herausgabe oft trotzdem möglich macht.
Wertsachen gehören grundsätzlich nicht in abgegebene Jacken. Wer Bargeld oder Karte in der Jackentasche lässt, gibt sie quasi mit ab. Rein rechtlich haftet eine bewachte Garderobe in Deutschland zwar für verlorene Kleidungsstücke, für Geld und Schmuck darin aber meist nicht – das gilt als Eigenverschulden, weil solche Dinge dort nichts zu suchen haben.
Auf der Tanzfläche und an der Bar
Volle Clubs, Gedränge und Dunkelheit sind das ideale Umfeld für Taschendiebe. Trag dein Handy am Körper, in einer Umhänge- oder Bauchtasche, nicht in der Gesäßtasche, wo es jeder sehen und unbemerkt herausziehen kann. Eine Tasche mit Reißverschluss schlägt jede offene Jeanstasche.
- Lass Handy, Geldbeutel oder Tasche nie unbeaufsichtigt auf einem Tisch oder einer Box liegen, auch nicht für den schnellen Toilettengang
- Behalte dein Getränk im Blick und nimm keine offenen Drinks von Fremden an
- Wer in einer Gruppe unterwegs ist, passt füreinander auf – das ist Teil der gemeinsamen Safer-Partying-Routine
Auf größeren Festivals und Circuit-Partys mit tausenden Leuten lohnt sich eine Bauchtasche besonders. Sie bleibt beim Tanzen am Körper und lässt sich nach vorne drehen, sobald es eng wird.
Das Handy absichern, bevor etwas passiert
Die wirksamste Vorsorge passt in fünf Minuten vor dem Weggehen. Aktiviere Face ID oder einen sechsstelligen Code statt einer simplen vierstelligen PIN. Schalte die Ortungsfunktion ein – "Wo ist?" bei iPhones, "Mein Gerät finden" bei Android –, damit du das Gerät später auf der Karte sehen oder aus der Ferne sperren kannst.
Apple bietet mit dem "Schutz für gestohlene Geräte" eine zusätzliche Sicherung: In ungewohnter Umgebung verlangt das iPhone für kritische Änderungen biometrische Bestätigung, selbst wenn jemand deinen Code kennt. Wer viel feiert, sollte das aktivieren. Notier dir außerdem die IMEI-Nummer deines Handys (Eingabe von *#06#) und bewahre sie zu Hause auf – die Polizei braucht sie für eine Diebstahlanzeige.
Wenn doch etwas verschwindet
Erst mal ruhig bleiben. Vieles taucht schneller wieder auf, als man denkt.
Bei einer verlorenen Garderobenmarke sprichst du das Personal direkt an. Mit Fotonachweis der Nummer oder einer guten Beschreibung deiner Jacke geben die meisten Clubs sie gegen Ende der Nacht trotzdem heraus. Frag außerdem nach dem Fundbüro – viele Läden sammeln liegengebliebene Handys, Schlüssel und Jacken und heben sie tagelang auf. Ein Anruf am nächsten Mittag lohnt sich fast immer.
Ist das Handy weg, orte es zuerst über die Web-Oberfläche von "Wo ist?" oder "Mein Gerät finden". Lässt es sich nicht finden, sperre es per Fernzugriff im Verloren-Modus und lass deine SIM-Karte beim Anbieter sperren – kostenlos über den zentralen Sperr-Notruf 116 116. Bei klarem Diebstahl gehört eine Anzeige bei der Polizei dazu, schon weil deine Hausrat- oder Handyversicherung sie häufig verlangt. Den Heimweg solltest du davon nicht abhängig machen: Sorg dafür, dass du auch ohne Handy nach Hause kommst, etwa mit etwas Bargeld vom Vorglühen, das du dir bewusst für Taxi oder Nachtbus zurücklegst.